Georgien Nachrichten
Mai 2018
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
Georgien ist kein kriminelles Land!
Wie ein Lauffeuer verbreiten sich seit einigen Tagen die Nachrichten über Georgien in der deutschen Presse, dass einzelne Fraktionsvertreter im Bundestag, sowie einige deutsche Innenpolitikexperten wie Armin Schuster vor der Visa-Freiheit für Georgien warnen. Der Grund sei die deutlich angestiegene Kriminalität seitens der georgischen Staatsbürger und Missbrauch des Asylrechts, dergestalt dass der Zeitraum für die Bearbeitung der Asylanträge häufig für organisierte Verbrechen genutzt wird. Überschriften wie „Visa-Freiheit: Regierung fürchtet georgische Diebesbanden“ (DIE WELT) oder „Zu kriminell | Union lehnt Visa-Freiheit für Georgier ab“ (BILD) werden in den sozialen Netzwerken im Sekundentakt geteilt.
Die Niederrheingruppe und was sie mit Georgien zu tun hat
Vor wenigen Wochen ist die Niederrheingruppe erschienen, der jüngste Kriminalroman von Thomas Berscheid, der jahrelang die Nachrichten auf dieser Webseite geschrieben hat. Die Niederrheingruppe spielt fast ausschließlich im Kreis Viersen und hat einen kleinen Abstecher nach Köln. In Georgien spielt die Handlung nicht. Und dennoch sind viele Erfahrungen aus dem Nachrichten über Georgien der letzten Jahre in diesen Kriminalroman mit eingeflossen.
Iwanischwili reist nach Brüssel
Der georgische Premierminister Bidsina Iwanischwili ist zu einem Besuch nach Brüssel gereist. Dies ist sein erster Auslandsbesuch nach dem Machtwechsel durch demokratische Wahlen in Georgien.
Metro soll auch bestreikt werden
Die Gewerkschaft der Beschäftigten der Metro in Tbilissi hat angekündigt, in den Streik treten zu wollen. Damit wollen die Beschäftigten der Metro den Streik der Busfahrer unterstützen. Diese waren Mitte der Woche in den Streik getreten. Sie verlangen u. a. eine Gehaltserhöhung und bessere Arbeitsbedingungen. Ein Treffen mit Verantwortlichen der Verkehrsbetriebe und der Stadtverwaltung am Sonntag war ergebnislos verlaufen, die Fahrer verlangen den Rücktritt der beiden verantwortlichen Personen.
Sammlung von Unterschriften für Rücktritt von Saakaschwili hat begonnen
Die Organisation Einheit für Rechte in Georgien hat mit der Sammlung von Unterschriften für einen Rücktritt des Präsidenten Saakaschwili begonnen. Dies teilte die georgische Nachrichtenagentur Interpressnews mit.
Kalandadse und Schamatawa von Gericht ihrer Ämter enthoben
Der Leiter des georgischen Generalstabs, Giorgi Kalandadse, und der Kommandant der vierten Brigade der Streitkräfte, Surab Schamatawa, sind ihrer Ämter enthoben worden. Eine entsprechende Entscheidung fällte der Gerichtshof in Tbilissi auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft am Sonntag.
Saakaschwili stellt seine Sicht im Fernsehen dar
Saakaschwili stellt seine Sicht im Fernsehen dar

Der georgische Präsident Micheil Saakaschwili hat am Freitag Abend (georgische Zeit) im Fernsehen Fragen beantwortet, die Zuschauer zuvor der SMS, Telefon oder e-Mail einreichen konnten. Saakaschwili nutzte ähnlich wie Wladimir Putin, den er während der Sendung zum größten Feind Georgiens seit Jahrhunderten erklärte, die Sendung zur Darstellung seine eigenen Sichtweise der Lage in Georgien.



Vorsitzende von Opposition demonstrieren vor dem Sender

Während der Sendung demonstrierten die Vorsitzenden der Neuen Rechten, David Gamkrelidse, und der Republikaner, David Usupaschwili, vor dem Sender. Sie verlangten eine Live ausgestrahlte Debatte mit Saakaschwili.

Gamkrelidse warf Saakaschwili vor, dass die Sendung eine Farce sei und er Lügen verbreite. Er sollte zurücktreten, bevor er gestürzt werde.

Usupaschwili sah Saakaschwili auf dem gleichen Weg wie Wladimir Putin. Dieser hat in seiner Amtszeit als Präsident genau diesen Format im Fernsehen eingeführt, um seine eigene Sicht darstellen zu können.



Angriff auf Ombudsmann

In der Sendung kanzelte Saakaschwili den georgischen Ombudsmann Sosar Subari ab. Saakaschwili vertrat die Meinung, Subari arbeite als Politiker und nicht als Ombudsmann. Saakaschwili vertrat auch die Meinung, dass der Bericht zu Lage der Menschenrechte in Georgien kein Bericht zur Lage der Menschenrechte in Georgien sei.

Der Bericht zur Lage der Menschenrechte in Georgien in den letzten zwei Jahren, basierend auf Fakten, die Subari über die Jahre mit seinem Mitarbeitern gesammelt hatte, war wenig positiv für die Regierung Saakaschwili. Gerade die Ereignisse des 7. November 2007 wurden detailliert aufgearbeitet, weshalb sich die Regierung Saakaschwili und die Abgeordneten seiner Nationalen Bewegung weigerten, sich mit diesem Bericht zu befassen.

Leichtes Aufsehen erregte der im Dezember 2008 veröffentlichte Bericht von Subari. Darin gab er detailliert die Vorbereitung von Innenminister Wano Merabischwili zur gewaltsamen Niederschlagung der friedlichen Demonstrationen vom 7. November 2007 zu Protokoll.

Subari hat angekündigt, nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2009 in die Politik gehen zu wollen. Am 7. November 2007 wurde er gezielt von vermummten Polizisten bei der Niederschlagung der friedlichen Demonstrationen in Tbilisi angegriffen und geschlagen.



Pressefreiheit in Georgien: Ansicht der Opposition ist lächerlich

Zur Lage der Medien vertrat Saakaschwili die Meinung, es gebe Meinungsfreiheit in Georgien und die Medien in Georgien seien frei in ihrer Berichterstattung. Er bezeichnete es als lächerlich, dass sich Politiker der Opposition über die Zensur in Georgien beschweren.

Über die Zensur der Regierung Saakaschwili und die Gleichschaltung der Medien haben die Georgien Nachrichten in den letzten Jahren ausführlich berichtet. Als Indiz dafür sei daher nur gesagt, dass Reporter ohne Grenzen Georgien in einem Bericht aus dem Herbst 2008 wegen des Krieges in der Pressefreiheit massiv herabgestuft hatte.

Einen Journalisten, der auf der Basis dieses Berichts eine andere Meinung als Saakaschwili hatte, beschimpfte Saakaschwili mit der Frage, ob er vom Mars rede.



Politiker wurden entlassen

Zu den früheren politischen Weggefährten, die sich inzwischen gegen ihn gestellt haben, sagte Saakaschwili, diese seien alle nicht von sich aus gegangen, sondern aus der Regierung entlassen worden. Er warf ihnen vor, sich mit Bedenken nicht früher gemeldet zu haben. Saakaschwili vertrat zudem die Ansicht, dass es in seiner Regierung keine Korruption gebe und seine Regierung sehr solide sei. Saakaschwili hat seine Regierung allein im Jahr 2008 viermal umgebildet.



Burdshanadse

Der früheren georgischen Parlamentspräsidentin Nino Burdshanadse warf Saakaschwili vor, sie sei zu jung, um Memoiren zu schreiben. Er sagte zudem, Burdshanadse und andere Politiker, die nicht mehr Mitglied seiner Regierung seien, hätten ein schlechtes Gedächtnis.



Alasania

Zu dem früheren Botschafter Georgiens bei der UN, Irakli Alasania, sagte Saakaschwili, er habe sich seit dem Rücktritt nicht mehr mit ihm getroffen. Als Grund dafür gab er die internationale Finanzkrise an.

Alasania gilt als potenzieller Nachfolger Saakaschwili im Amt des Präsidenten. Er gilt als einer der wenigen Politiker der letzten Jahre, der gerade im Konflikt mit der abtrünnigen Teilrepublik Abchasien Erfolge auf dem Wege des Dialoges erzielen konnte.



Zerstört: Habe ich nicht gesagt

Saakaschwili warf der New York Times vor, ein Interview mit ihm nicht richtig wiedergegeben zu haben. Die Times hatte Saakaschwili mit den Worten zitiert, wenn er in der Opposition gewesen wäre, hätte er diese Regierung innerhalb von drei Monaten zerstört.

Am Freitag nun vertrat Saakaschwili die Meinung, er habe dies so nicht gesagt. Er habe nur gesagt, er hätte der Regierung innerhalb von drei Monaten Probleme bereitet. „Zerstört“ habe er niemals gesagt, so die Meinung von Saakaschwili. Er habe Spaß gemacht, weil die Opposition so traurig sei.



Weder Tod noch Rücktritt

Zu dem Ruf der Opposition nach Neuwahlen sagte Saakaschwili, er werde bis zum Ablauf seiner Amtszeit im Jahr 2013 im Amt bleiben. Er plane weder seinen Tod noch seinen Rücktritt. Dazu gab es, wie der Nachrichtendienst Civil Georgia dokumentierte, Applaus aus dem Publikum.



Der Premierminister und die Nieren: Alles Gerüchte

Zu den Berichten über seinen Angriff auf den Premierminister Grigol Mgaloblischwili sagte Saakaschwili, das seien nur Gerüchte.

In den georgischen Medien war zu lesen, dass Mgaloblischwili seinen Rücktritt einreichen wollte. Darauf hin sei Saakaschwili zu ihm gekommen, habe ihn beschimpft und ihn gefragt, ob er sich für einen Premierminister halte. Anschließend sollen die Leibwächter von Saakaschwili Mgaloblischwili auf die Nieren geschlagen haben.

Mgaloblischwili war wegen einer Erkrankung der Nieren in Georgien und Deutschland zur Behandlung, derzeit ist er wieder in Deutschland.



Barack Obama

Zum neuen US-Präsidenten Barack Obama sagte Saakaschwili, er erwarte von der neuen Regierung in den USA nicht das gleiche Maß an Unterstützung wie von George Bush. Er habe nach seine Wahl ein Telefonat mit Obama gehabt, so Saakaschwili.





Vorsitzende von Opposition demonstrieren vor dem Sender

Während der Sendung demonstrierten die Vorsitzenden der Neuen Rechten, David Gamkrelidse, und der Republikaner, David Usupaschwili, vor dem Sender. Sie verlangten eine Live ausgestrahlte Debatte mit Saakaschwili.

Gamkrelidse warf Saakaschwili vor, dass die Sendung eine Farce sei und er Lügen verbreite. Er sollte zurücktreten, bevor er gestürzt werde.

Usupaschwili sah Saakaschwili auf dem gleichen Weg wie Wladimir Putin. Dieser hat in seiner Amtszeit als Präsident genau diesen Format im Fernsehen eingeführt, um seine eigene Sicht darstellen zu können.

Quelle: Civil Georgia / Media.ge, 24.01.2009
Innenpolitik
Außenpolitik
Panorama
Kultur
Medien
Meinung
Presseschau
Wirtschaft
Ermächtigte Übersetzerin für die georgische Sprache
Allgemein beeidigte Dolmetscherin für die georgische Sprache des Landes NRW
Georgische Übersetzungen und Georgisch Dolmetschen bei Georgisch.com - Irma Berscheid-Kimeridze
Georgische Übersetzungen und Georgisch Dolmetschen bei Georgisch.com - Irma Berscheid-Kimeridze