Georgien Nachrichten
Januar 2018
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Georgien ist kein kriminelles Land!
Wie ein Lauffeuer verbreiten sich seit einigen Tagen die Nachrichten über Georgien in der deutschen Presse, dass einzelne Fraktionsvertreter im Bundestag, sowie einige deutsche Innenpolitikexperten wie Armin Schuster vor der Visa-Freiheit für Georgien warnen. Der Grund sei die deutlich angestiegene Kriminalität seitens der georgischen Staatsbürger und Missbrauch des Asylrechts, dergestalt dass der Zeitraum für die Bearbeitung der Asylanträge häufig für organisierte Verbrechen genutzt wird. Überschriften wie „Visa-Freiheit: Regierung fürchtet georgische Diebesbanden“ (DIE WELT) oder „Zu kriminell | Union lehnt Visa-Freiheit für Georgier ab“ (BILD) werden in den sozialen Netzwerken im Sekundentakt geteilt.
Die Niederrheingruppe und was sie mit Georgien zu tun hat
Vor wenigen Wochen ist die Niederrheingruppe erschienen, der jüngste Kriminalroman von Thomas Berscheid, der jahrelang die Nachrichten auf dieser Webseite geschrieben hat. Die Niederrheingruppe spielt fast ausschließlich im Kreis Viersen und hat einen kleinen Abstecher nach Köln. In Georgien spielt die Handlung nicht. Und dennoch sind viele Erfahrungen aus dem Nachrichten über Georgien der letzten Jahre in diesen Kriminalroman mit eingeflossen.
Iwanischwili reist nach Brüssel
Der georgische Premierminister Bidsina Iwanischwili ist zu einem Besuch nach Brüssel gereist. Dies ist sein erster Auslandsbesuch nach dem Machtwechsel durch demokratische Wahlen in Georgien.
Metro soll auch bestreikt werden
Die Gewerkschaft der Beschäftigten der Metro in Tbilissi hat angekündigt, in den Streik treten zu wollen. Damit wollen die Beschäftigten der Metro den Streik der Busfahrer unterstützen. Diese waren Mitte der Woche in den Streik getreten. Sie verlangen u. a. eine Gehaltserhöhung und bessere Arbeitsbedingungen. Ein Treffen mit Verantwortlichen der Verkehrsbetriebe und der Stadtverwaltung am Sonntag war ergebnislos verlaufen, die Fahrer verlangen den Rücktritt der beiden verantwortlichen Personen.
Sammlung von Unterschriften für Rücktritt von Saakaschwili hat begonnen
Die Organisation Einheit für Rechte in Georgien hat mit der Sammlung von Unterschriften für einen Rücktritt des Präsidenten Saakaschwili begonnen. Dies teilte die georgische Nachrichtenagentur Interpressnews mit.
Kalandadse und Schamatawa von Gericht ihrer Ämter enthoben
Der Leiter des georgischen Generalstabs, Giorgi Kalandadse, und der Kommandant der vierten Brigade der Streitkräfte, Surab Schamatawa, sind ihrer Ämter enthoben worden. Eine entsprechende Entscheidung fällte der Gerichtshof in Tbilissi auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft am Sonntag.
Auf der Suche nach der Wahrheit beim Konflikt in Georgien
Wie in jedem militärischen Konflikt auf der Erde gibt es auch beim nun in den deutschen Medien als Krieg titulierten Waffengang in Georgien einen Streit um die Wahrheit. Das war beim Krieg im Irak und im II. Weltkrieg nicht anders, auch am Tag der Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Peking wiederholt sich dies. Die Georgien Nachrichten versuchen daher, die Aussagen mehrerer Seiten gegeneinander zu stellen.

Das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hat die Auseinandersetzungen in Georgien seit Mittag als Titelgeschichte. Spiegel online meldete am frühen Nachmittag den Einmarsch russischer Truppen nach Südossetien. Dabei hieß es auch, dass sich die georgischen Truppen nach der fast kompletten Einnahme der Provinzhauptstadt Zchinwali wieder bis zur Grenze Südossetiens nach Süden zurückgezogen hätten.

Diese Meldung ließ sich in den georgischen Medien nicht bestätigen. Es gibt allerdings unterschiedliche Berichte über den Zustand von Zchinwali.

Nach Berichten der Regierung in Georgien soll die Stadt zu rund 70% von den georgischen Streitkräften eingenommen worden sein.

Nach Berichten der Führung aus Südossetien hingegen sollen die Milizen eine Gegenoffensive gestartet und die georgischen Streitkräfte aus der Stadt vertrieben haben. Dabei sollen auch vier georgische Panzer zerstört worden sein.

Wie in jedem Konflikt dieser Art ist es schwierig, den Überblick zu behalten. Hinzu kommt, dass durch das erfolgreiche Vorgehen der Regierung Saakaschwili gegen die nicht regierungstreuen Medien in Georgien die Zahl der Anbieter von Nachrichten gesunken ist. Quellen wie Imedi TV sind nicht mehr verfügbar. Der regierungstreue Sender Rustawi 2 meldete Mitte dieser Woche einige Angriffe ossetischer Milizen. Aus Deutschland war die Webseite des Senders seit Freitag morgen nicht mehr erreichbar.

Wir werden weiter versuchen, über den Konflikt umfassend zu berichten.

Quelle: Civil Georgia / Der Spiegel, 08.08.2008
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Ermächtigte Übersetzerin für die georgische Sprache
Allgemein beeidigte Dolmetscherin für die georgische Sprache des Landes NRW
Georgische Übersetzungen und Georgisch Dolmetschen bei Georgisch.com - Irma Berscheid-Kimeridze
Georgische Übersetzungen und Georgisch Dolmetschen bei Georgisch.com - Irma Berscheid-Kimeridze