Georgien Nachrichten
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Georgien ist kein kriminelles Land!
Wie ein Lauffeuer verbreiten sich seit einigen Tagen die Nachrichten über Georgien in der deutschen Presse, dass einzelne Fraktionsvertreter im Bundestag, sowie einige deutsche Innenpolitikexperten wie Armin Schuster vor der Visa-Freiheit für Georgien warnen. Der Grund sei die deutlich angestiegene Kriminalität seitens der georgischen Staatsbürger und Missbrauch des Asylrechts, dergestalt dass der Zeitraum für die Bearbeitung der Asylanträge häufig für organisierte Verbrechen genutzt wird. Überschriften wie „Visa-Freiheit: Regierung fürchtet georgische Diebesbanden“ (DIE WELT) oder „Zu kriminell | Union lehnt Visa-Freiheit für Georgier ab“ (BILD) werden in den sozialen Netzwerken im Sekundentakt geteilt.
Die Niederrheingruppe und was sie mit Georgien zu tun hat
Vor wenigen Wochen ist die Niederrheingruppe erschienen, der jüngste Kriminalroman von Thomas Berscheid, der jahrelang die Nachrichten auf dieser Webseite geschrieben hat. Die Niederrheingruppe spielt fast ausschließlich im Kreis Viersen und hat einen kleinen Abstecher nach Köln. In Georgien spielt die Handlung nicht. Und dennoch sind viele Erfahrungen aus dem Nachrichten über Georgien der letzten Jahre in diesen Kriminalroman mit eingeflossen.
Iwanischwili reist nach Brüssel
Der georgische Premierminister Bidsina Iwanischwili ist zu einem Besuch nach Brüssel gereist. Dies ist sein erster Auslandsbesuch nach dem Machtwechsel durch demokratische Wahlen in Georgien.
Metro soll auch bestreikt werden
Die Gewerkschaft der Beschäftigten der Metro in Tbilissi hat angekündigt, in den Streik treten zu wollen. Damit wollen die Beschäftigten der Metro den Streik der Busfahrer unterstützen. Diese waren Mitte der Woche in den Streik getreten. Sie verlangen u. a. eine Gehaltserhöhung und bessere Arbeitsbedingungen. Ein Treffen mit Verantwortlichen der Verkehrsbetriebe und der Stadtverwaltung am Sonntag war ergebnislos verlaufen, die Fahrer verlangen den Rücktritt der beiden verantwortlichen Personen.
Sammlung von Unterschriften für Rücktritt von Saakaschwili hat begonnen
Die Organisation Einheit für Rechte in Georgien hat mit der Sammlung von Unterschriften für einen Rücktritt des Präsidenten Saakaschwili begonnen. Dies teilte die georgische Nachrichtenagentur Interpressnews mit.
Kalandadse und Schamatawa von Gericht ihrer Ämter enthoben
Der Leiter des georgischen Generalstabs, Giorgi Kalandadse, und der Kommandant der vierten Brigade der Streitkräfte, Surab Schamatawa, sind ihrer Ämter enthoben worden. Eine entsprechende Entscheidung fällte der Gerichtshof in Tbilissi auf Antrag der Generalstaatsanwaltschaft am Sonntag.
Polizist schlug Opfer 10 Zähne aus, Staatsanwalt: Opfer hat sich Verletzungen selbst beigebracht
Das Zentrum für Menschenrechte in Georgien verlangt die Aufnahme eines Strafverfahrens gegen die stellvertretenden Leiter der Polizeibehörde in Sighnaghi, Otar Dighmelaschwili. Die Organisation wirft dem Beamten Folter vor.

Der konkrete Anlass der Forderung ist ein Vorfall vom 1. März 2008, wie das Zentrum auf seiner Webseite Humanrights.ge mitteilte. Dighmelaschwili hielt seinerzeit zusammen mit anderen Polizisten den Wagen von Gela Kutibaschwili an. Dessen Bruder Nodar ist einer der Vorsitzenden der Neuen Rechten in betroffenen Bezirk.

Dighmelaschwili verlangte von Gela Kutibaschwili, aus dem Wagen auszusteigen und seine Papiere zu zeigen. Kutibaschwili reichte Dighmelaschwili seine Brieftasche. Als er sie zurück bekam, sei die Brieftasche leer gewesen. Um den Inhalt entbrannte ein Streit.

Dighmelaschwili soll dann derart brutal auf Kutibaschwili eingeschlagen haben, dass dieser 10 Zähne verlor.

Kutibaschwili trug durch den gewaltsamen Angriff des Polizisten noch weitere Schäden davon. Durch die ausgeschlagenen Zähne ist es ihm nach Angaben des Zentrums für Menschenrechte bis heute nicht möglich, ohne einen besonderen Strohhalm zu trinken.

Die Staatsanwaltschaft in Sighnaghi leitete zwar zuerst ein Verfahren ein, stellte dies aber nach kurzer Zeit wieder ein. Die Begründung dafür, dass es kein Anzeichen für eine Straftat gegeben habe. Der Staatsanwalt Ioseb Guloschwili vertrat die Meinung, dass das Opfer sich die mehrfachen Verletzungen und die 10 ausgeschlagenen Zähne selbst beigebracht habe. Gegen diese Einstellung des Verfahrens ging der Anwalt des Opfers ohne Erfolg vor.

Das Zentrum für Menschenrechte ist nun der Ansicht, dass es über genügend Beweise verfüge, um ein Strafverfahren gegen Dighmelaschwili einleiten zu können.

Lesen Sie weiter: Humanrights.ge, der Artikel in englischer Sprache

Quelle: Human Rights.ge, 26.06.2009

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Ermächtigte Übersetzerin für die georgische Sprache
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Georgische Übersetzungen und Georgisch Dolmetschen bei Georgisch.com - Irma Berscheid-Kimeridze
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