Die frühere georgische Parlamentspräsidentin und jetzige Oppositionspolitikerin Nino Burdshanadse hat ihren frühere politischen Weggefährten Saakaschwili zu einer direkten Debatte aufgefordert. Dabei solle sich Saakaschwili Fragen zum Beginn des Krieges mit Russland im August 2008 stellen.
Wie Burdshanadse gegenüber Radio „Palitra“ sagte, spreche die Regierung so viel, also warum sollte sich der Präsident nicht mit ihr unterhalten. Dabei solle es auch um die Frage gehen, ob Burdshanadse ihn nicht vor den Folgen des Kriegs gewarnt habe, ob sie ihn nicht vor einem Missbrauch von Russland und Putin gewarnt habe und was mit dem Versprechen zur Nichtanwendung von Gewalt sei. Es sei ihr gelungen, den Krieg solange zu verhindern, wie sie in der Regierung gewesen sei, so Burdshanadse.
Man dürfe nicht einen Krieg gegen ein Land mit 150 oder 250 Millionen Einwohnern anfangen und die kranke Illusion haben, dass die georgische Armee Russland im Kampf besiegen könne, so Burdshanadse weiter. Eine realistische Einschätzung sei, dass die Prozesse nur durch Verhandlungen gelöst werden könnten. Man dürfe nicht mit der Faust drohen, wenn man keine Muskeln habe, so Burdshanadse. Interpressnews, 06.03.2010
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